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Verdammt: Was haben eine Hand voll Schweden in der Mancha
verloren? Jener kargen und menschenleeren Hochebene Zentral-Spaniens,
durch die jeder schon hindurch gefahren ist, der mal mit dem Auto nach
Madrid reiste. Da muss doch was dahinter stecken! Kein Wunder, wenn
Leute wie Friska Viljor-Bassist Tobias Eidewald mit von der Partie sind. Denn: Die Mancha ist auch der wunderbare literarische Raum des berühmten Don Quijote de la Mancha,
welcher der Band erklärtermaßen Namens-Pate gestanden hat.
Jener berühmte Roman-Held, der Traumlandschaften erschuf und den
sprichwörtlichen wie sinnlosen Kampf gegen die Windmühlen
ausfocht. Oha! Der aufmerksame Leser merkt es schon, es riecht nach
Konzept, aber dafür richtig gut...
Während der großartige Autor Miguel de Cervantes im Quijote kritisch wie humorvoll jenen Konflikt von Ideal und Realität, Traum und Wachsein thematisierte, geben sich De La Mancha aus Göteborg mit ihrem aktuellen Album „Atlas“
auf den ersten Blick den wirren Vorstellungen des „ingenioso
hildalgo“ höchstpersönlich hin: Sie erschaffen turmhoch
aufragende, eskapistisch anmutende Klangteppiche aus E-Gitarren,
Synthies und anderer reichhaltiger Instrumentierung. 9 überragende
Songs zwischen Licht und Dunkel, auf der Suche nach Erfüllung
dieses trügerischen Ideals. „Being A Hero Is Easy“ kann im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen. De La Mancha
erschaffen sehnsüchtige Atmosphären und Landschaften, bei
denen stets das Bedürfnis mitschwingt, sich wegtragen zu lassen
von der überhitzen Realität des zackigen Musik-Hypes.
Und das ganz nebenbei: Live sind diese 4 Ausnahme-Schweden eine mitreissende Sound-Wand! Anschauen ist Pflicht!
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